Dieser Beitrag soll weniger eine lange Kolumne, sondern eher ein kurzer “Meckerpost” werden, denn mir ist in den letzten Tagen eines klar geworden: Spriter werden es in Zukunft nicht leicht haben!

Sprites, so nennt man die aus Pixeln bestehenden Grafiken der meisten reinrassigen 2D-Spiele: Flache Charaktere, meist ohne überragenden Detailgrad, dafür umso charmanter. Die meisten Fangames, darunter auch mein immer weniger 2D-Spiele geben wird, zum anderen an dem immer komplizierteren Aufbau heutiger zweidimensionaler Titel (zum Beispiel denen des DS), die Emulatoren, wenn überhaupt, nur sehr schlecht wiedergeben können.

Der Fire Emblem-Reihe mit atemberaubenden 2D-Animationen zu beeindrucken wusste. Soll es das nun gewesen sein? Müssen Pixelliebhaber von nun an mit der in den letzten Jahrzehnten aufgebauten Sprite-Bibliothek und ohne Nachschub zurechtkommen? Nun, zumindest kann der DS noch mit vereinzelten Titeln (darunter Mario & Luigi: Partners In Time und Super Princess Peach) aufwarten, deren Emulierung nicht die schwierigste ist, aber Konsolen sind bereits lange aus dem Rennen und auch die nächste Generation der Handhelds wird Spritern nichts mehr zu bieten haben.

Was tun? Zum einen werden talentierte Pixelkünstler, die neue Sprites auf Basis bestehender Grafiken oder sogar von Null auf erschaffen können, gefragter denn je sein. Zum anderen gilt es, andere Möglichkeiten neben der Emulation von 2D-Spielen zu finden. Sollte Wiis Virtual Console-System tatsächlich genügend 2D-Neuproduktionen bieten, könnte man die Sprites zum Beispiel durch hochaufgelöstes Videomaterial oder Screencaps gewinnen. Da dies aber eine gewisse Ausrüstung vorraussetzt, kann man auch hier nicht mit regelmäßigem Spritenachschub rechnen.

Es ist die traurige Wahrheit: Sprites werden in den nächsten Jahren zur Mangelware und ein Ausweg ist nicht in Sicht.