Ab dem 25. März ist der 3DS erhältlich. Erste Eindrücke, persönliche 3D-Bilder und sonstige Angaben werden folgen. Bleibt also dran und schaut in den nächsten Wochen ab und an mal vorbei!

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Die Tage des langen Wartens sind bald vorbei, denn wenn alles glattgeht und meine Vorbestellung nicht zu weit hinten ansteht, werde ich am 25. März einen neuen 3DS in meiner Sammlung haben. Ein späterer Termin wäre alles andere als ideal, da ich bereits am 27. März in den Ferien sein werde und hoffentlich 3D-Reisefotos aufnehmen kann.

Nach bisherigen Berichten aus Japan wurden in den ersten zwei Tagen über 370.000 Einheiten verkauft, danach will Nintendo regelmäßig neue Geräte nachschieben. Wie viele Konsolen für den europäischen Markt bereitstehen? Die europäische Niederlassung von Nintendo hat bisher noch nichts bekanntgegeben, aber vorbestellen sollten die Kunden auf alle Fälle. Nicht umsonst laufen seit Wochen bereits Vorbestellungsaktionen.

Seit der Preisvorstellung im letzten Oktober hat der 3DS regelmäßig Kritik erfahren, teils berechtigt, teils unberechtigt weil übertrieben. Mit dem Launch haben die positiven Nachrichten jedoch zugenommen, und es scheint, als habe Nintendo einen Volltreffer gelandet. Obwohl der Preis nicht gerade niedrig ist, bleibt die Nachfrage sehr hoch. In Japan standen die Kundinnen und Kunden trotz Vorbestellmöglichkeiten Schlange, in vielen Läden ist der Handheld ausverkauft. Schlechte Spielerfahrungen kommen selten vor, denn abgesehen von ein paar negativen Kommentaren zum Steuerkreuz und der Platzierung gewisser Knöpfe sowie des Stiftes wirkt der 3DS sehr solide im Design. Große Freude bereiten die vorinstallierten Programme, die für viel Gesprächsstoff sorgen und die Spielerinnen und Spielern animieren, mit anderen 3DS-Besitzerinnen und –Besitzern in Kontakt zu treten. Früher von den Fans noch skeptisch betrachtet, entpuppt sich die Street-Pass-Funktion als eine clevere Strategie seitens Nintendo, die Leute zu motivieren, mit dem 3DS aus dem Haus zu gehen. Auch der eingebaute Schrittzähler fordert die Stubenhocker unter uns auf, den 3DS mitzunehmen und Punkte durch Laufen zu sammeln.

Was die Spiele betrifft, so herrschen geteilte Meinungen: Einerseits zählt der 3DS-Launch hinsichtlich der Qualität der Spiele zu den besten seit Jahren; andererseits monieren die Verkaufszahlenliebhaber, dass der Tie-Ratio (Verhältnis Spiele pro Handheld) bisher eher niedrig ist, das heißt, dass die japanischen Kundinnen und Kunden nicht viele Spiele für das Gerät gekauft haben. Ein klarer Trend lässt sich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht eruieren. Mit einer gewissen Spannung wird deshalb der Launch in den USA und Europa erwartet, denn noch bleibt die Frage unbeantwortet, wie erfolgreich Nintendo sich unter der jetzigen Ökonomie und der zunehmenden Konkurrenz durch Smartphones behaupten kann.

Nachdem es in den letzten Jahren im Hardwarebereich relativ ruhig war, gibt der 3DS uns wieder einen Grund, sich auf einen Hardware-Launch zu freuen. Der 3DS mag nicht in jeder Hinsicht überzeugen, aber er belebt zweifelsohne das Geschäft und läutet die nächste Generation ein. Dank Abwärtskompatibilität wird er seinen Vorgänger noch einen kleinen Schub verpassen, außerdem überzeugt er auch die Puristen mit der Möglichkeit, DS-Spiele mit Hilfe einer Tastenkombination pixelgenau darzustellen. Noch sind es ein paar Tage bis zum Launch, aber die ersten Eindrücke werden bald folgen, dazu kommen möglicherweise noch Miis (mit Codes) und Dateien von 3D-Bildern. Mit etwas Launch-Glück werdet ihr also bei meiner Taiwan-Reise dabei sein, wenn ich meine Impressionen mit dem 3DS aufzufangen versuche. Und euch Leserinnen und Lesern wünsche ich viel Erfolg beim Kauf der ersten 3DS-Handhelds, wenn ihr mit allen anderen am 25. März in den Läden hineinstürmt.

Diese Kolumne wurde vor der Katastrophe in Japan geschrieben. Ich wünsche den Japanern viel Durchhaltewillen und Erfolg bei der Bekämpfung der radioaktiven Gefahr.